Stiftkrone und Stiftzahn sind veraltete Bezeichnungen für eine bestimmte Zahnkrone in der Prothetik und bedeuten, dass der Zahn mit Unterstützung eines Wurzelkanalstiftes aufgebaut worden ist. Wenn ein Zahn sehr tief kariös zerstört ist und von der Zahnkrone nichts mehr übrig ist, dann wäre auch eine Kronen Versorgung nicht mehr möglich, denn die Krone hätte keinen Halt mehr. Sind die Wurzeln aber noch intakt, dann kann man durch eine gute Wurzelbehandlung, einen Wurzelstift und einen Zahnstumpfaufbau wiederum Retention für eine Krone schaffen.

Stiftzahn oder Zahnimplantat?

Immer wieder fragen uns Patientinnen und Patienten nach dem Unterschied zwischen einem Stiftzahn und einem Zahnimplantat. Und völlig zu Recht werden diese beiden Begriffe häufig verwechselt. Der Stiftzahn ist nur eine Krone, die in der Wurzel verankert wird. Die Voraussetzung für das Einsetzen ist deshalb, dass die Zahnwurzel noch intakt ist. Das Zahnimplantat hingegen bildet selbst die Zahnwurzel und ist auf diese somit nicht mehr angewiesen. Stiftzahn oder Zahnimplantat?


Man könnte nun meinen, dass der Stiftzahn die natürlichere und langlebigere Lösung im Vergleich zu einem Zahnimplantat wäre, da man ja die eigene Wurzel noch erhält und nur die Krone ersetzt. Dem ist aber nicht so, da die Wurzel oft schon eine natürliche Alterung erfahren und Schaden genommen hat. Sie hält der Kaubelastung häufig nicht mehr in vollem Umfang stand, was zur weiteren Schädigung und schließlich dem Verlust von Wurzel und Stiftzahn führt. Ein richtig gesetztes Zahnimplantat hält oft 20 Jahre und länger. Aus medizinscher Sicht sollte deshalb dem Zahnimplantat immer Vorzug gegenüber dem Stiftzahn gegeben werden.


Der Unterschied ist ganz einfach: für den Einsatz eines Stiftaufbaus wird immer eine körpereigene, intakte Zahnwurzel benötigt. Bei einem Implantat handelt es sich dagegen um eine künstliche Zahnwurzel, die überall im Kiefer eingepflanzt werden kann, wo zuvor eine körpereigene Wurzel war.

Der Stiftzahn ist locker oder rausgefallen -
was muss ich tun?

Der Klassiker unter den Ursachen, warum ein Stiftzahn abbrechen kann, ist dass der Träger auf etwas Hartes beißt. Aber auch wenn die Zahnkrone übermäßig belastet wird, wie dem Kauen auf einer Seite, kann die Stiftkrone durchaus mit der Zeit brechen. In die Liste der Ursachen warum eine Stiftkrone abbrechen kann, gehören auch Sportunfälle. Denn auch hier kann es passieren, dass der Stiftzahn unter einer starken Belastung bricht.

Hierzu genügt nur ein kleiner Schlag und schon ist die Stiftkrone draußen oder wackelt. In diesem Moment wirken nämlich recht starke Kräfte. Und sogar beim Trinken mit der Glasflasche, wenn der Träger mit den Lippen abrutscht, kann es sein, dass diese gerade gegen den Stiftzahn prallt und diesen beschädigt. Und auch wenn auf ein Bonbon gebissen wird, kann es sein, dass die Stiftkrone bricht.

Besonders schon wurzelgefüllte Zähne sind besonders oft betroffen. Grund dafür ist, dass durch eine Wurzelbehandlung die Blutgefäße aus dem Zahninneren entfernt werden. Daher kommt es zu einer Minderversorgung der Substanz und die Stiftkrone hält auf diesem Zahn nicht besonders fest. Eine weitere Ursache, dass sich die Stiftkrone lösen kann, ist aber auch, dass der behandelte Zahn von Karies befallen wird. Dies kann leicht der Fall sein, wenn auch Nachbarzähne von Karies betroffen sind.

Zu erwartende Kosten für eine Stiftkrone beziehungsweise einen Stiftzahn

Die Kosten für eine Behandlung, bei der eine Stiftkrone eingesetzt wird, können sich stark nach dem Aufwand dieser unterscheiden. Maßgeblich muss zudem differenziert werden, ob ein bereits vorgefertigter Stiftzahn eingesetzt werden kann oder ob eine individuelle Anfertigung notwendig ist. Letztere bringt erwartungsgemäß eine Preissteigerung mit sich. Weiterhin ist eine Variable das Material, aus dem die Stiftkrone gefertigt wird. Kunststoff gilt als preisgünstige Lösung, aus Keramik sind diese Einsätze hingegen wesentlich teurer.

Zudem sollte jeder Patient hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit bedenken, dass aus medizinischer Sicht meist ein Implantat die bessere und moderne Lösung darstellt, zumal ein professionell gesetztes Implantat im Regelfall für mindestens zwei Jahrzehnte getragen werden kann. Wie im vorherigen Abschnitt bereits dargelegt, kann sich eine Stiftkrone hingegen schon wesentlich früher einmal lockern oder macht eine zusätzliche Behandlung zur "Wartung" notwendig.

Die "Haltbarkeit" einer Stiftkrone beziehungsweise von einem Stiftzahn ist individuell auf etwa fünf bis 15 Jahre bemessen.

Patienten sollten bedenken, dass auch bei solch einer Krone beziehungsweise bei einem Stift üblicherweise nur ein Teil der Kosten durch die gesetzlichen Versicherer übernommen wird. Zudem halten diese in ihren eigenen Verträgen in den meisten Fällen eine Klausel fest, welche lediglich die günstigste Variante (teilweise) abdeckt. Wer sich folglich für einen hochwertigen Einsatz aus Keramik entscheidet, muss die Kosten entweder vollständig aus eigener Tasche tragen oder weist eine größere Differenz zum Erstattungsbetrag der Versicherer auf. Immer wieder gibt es auch individuelle Fälle, in denen Versicherer die Kosten komplett übernehmen.

Wir von der Zahnarztpraxis Dr. Petersen in Bonn raten Ihnen deshalb, sich umfassend bei uns in der Praxis beraten zu lassen. Mit den Erkenntnissen können Sie sich im nächsten Schritt an Ihren zuständigen Versicherer wenden und bereits ermitteln, ob und in welcher Höhe die Kosten für solch eine Behandlung übernommen werden. Das regelmäßige und gewissenhafte Führen von einem Bonusheft kann sich bei einer Stiftzahn-Behandlung zu Ihrem Vorteil auswirken. Sofern die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt erfolgt sind und abgestempelt wurden, wird durch die Versicherer ein höherer Anteil der in Rechnung gestellten Kosten getragen.

Der Zuschuss bemisst sich bei einer regelmäßigen Kontrolle über fünf Jahre auf 20 Prozent und auf 30 Prozent, wenn die regelmäßige Kontrolle über zehn Jahre ohne Unterbrechung erfolgte. Privat versicherte Patienten sollten vor der Behandlung und dem Einsatz einer Stiftkrone immer Rücksprache mit der Krankenversicherung halten, da sich die Privatverträge erheblich voneinander unterscheiden können und viele Leistungen individuell gebucht werden. Wir können an dieser Stelle natürlich keine Garantie einer Kostenübernahme garantieren.

Gern besprechen wir auch hier das weitere Vorgehen mit Ihnen ab, wenn Sie sich für einen Stiftzahn beziehungsweise eine Stiftkrone entschieden haben. Natürlich können Sie sich auch an das Team der Zahnarztpraxis Dr. Petersen in Bonn wenden, wenn Sie erfahren möchten, ob in Ihrer jeweiligen Situation ein dauerhaftes Implantat nicht vielleicht sogar die bessere Lösung wäre.

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