Molaren Incisor Hypomineralisation (MIH) ist eine Erkrankung, die einen oder mehrere der ersten bleibenden Molaren (erwachsene Molaren, die entstehen, wenn das Kind 6-7 Jahre alt ist) und gelegentlich die Schneidezähne (Frontzähne) und zweiten Molaren betroffen sind. Im Volksmunde wird das Krankheitsbild auch als Kreidezähne bezeichnet. Betroffene Zähne haben weiße, gelbe oder braune Flecken. Erste permanente Molaren mit MIH sind schwächer, poröser und neigen dazu, kurz nach ihrem Auftreten im Mund zu brechen. Diese Zähne sind anfälliger für Karies und können empfindlich auf heiße oder kalte Speisen und Getränke reagieren. Das Wiederherstellen dieser Zähne kann eine Herausforderung darstellen, da diese Zähne sich nicht gut betäuben lassen und die eingefüllten Füllungen sich aufgrund einer Unfähigkeit, gut an der beschädigten Zahnoberfläche zu haften, ablösen. Vorderzähne, die von diesem Zustand betroffen sind nur schwer ästhetisch wiederherzustellen.


Was sind die Ursachen?

Zahnärzte sagen, dass die Fäulnis in 90% der Fälle vermeidbar ist, wobei Ernährungsgewohnheiten der offensichtliche Schuldige sind. Aber weit mehr Verwirrung in der modernen Zahnheilkunde ist, was hinter dem Verfall bei denen steckt, für die es nicht vermeidbar ist. Viele dieser Kinder haben, was unerkannt ist, wie Molaren-Schneidezahn-Hypomineralisation, eine Bedingung, die zuerst in den 80ern erkannt wurde. Es bedeutet, dass sich der äußere Zahnschmelz an bestimmten Zähnen nicht richtig bildet. Einige Zahnärzte berichten über einen Anstieg der Fälle, die sie sehen, aber der Zustand ist immer noch schlecht verstanden. Wenn es anschlägt, beeinflusst MIH die ersten vier erwachsenen Molaren, die im Alter von ungefähr sechs Jahren durchbrechen. Der Zustand variiert in der Schwere, oft nur mit einem Zahn betroffen. Aber am äußersten Ende des Spektrums beginnt ein Zahn zu bröckeln, kurz nachdem er durchgebrochen ist, was dann als Kreidezähne bezeichnet wird. Milde Fälle werden nur leicht verfärbt.Der Schmelz ist dünner und weicher und neigt dazu, sich aufzulösen. Die Oberfläche ermöglicht es Bakterien, sich in den Defekten zu verstecken, was bedeutet, dass diese Zähne anfälliger für Fäulnis sind. Fluoridbehandlungen, zusammen mit strengen Bürst- und Ernährungsregimes, sind die einzige Möglichkeit, sie zu retten.

Wie jedoch alle Eltern wissen, ist eine präzise Zahnreinigung im Mund eines sechsjährigen Kindes eine Herausforderung - vor allem, wenn sie einen solchen Zustand haben, der die betroffenen Zähne sehr empfindlich macht. Zahnärztliche Untersuchungen können unerträglich sein, weswegen es sinnvoll eine auf Kinderzahnheilkunde spezialisierte Praxis aufzusuchen.

Selbst nach vielen akademischen Studien wissen die Forscher wenig darüber, was MIH verursacht. Es herrscht der Eindruck, dass MIH eine moderne Krankheit ist. Aber 200 bis 300-jährigen Skelette zeigen dasselbe Krankheitsbild. Skandinavische und deutsche Forscher fanden Kinderskelette, die in aufeinanderfolgenden Jahren geboren wurden, und anstatt einen stetigen Anstieg zu verzeichnen, steigt die Prävalenz auf und ab. Ein negativer Einfluss von Weichmachern in Plastik kann durch wissenschaftliche Studien nicht belegt werden.

Prophylaxe und Vorsorge

Gelegentlich erscheinen auch weiße oder gelbliche Flecken auf den Frontzähnen von Erwachsenen, aber abgesehen von seltenen Fällen stellen diese nur ein kosmetisches Problem dar, das, wenn es das Wohlbefinden des Kindes beeinträchtigt, maskiert werden kann. Wenn ein bröckeliger Backenzahn entfernt werden muss, ist nicht alles verloren. Wenn Sie das richtige Timing bekommen, werden der zweite erwachsene Molar und die Weisheitszähne,  normalerweise nach vorne rutschen und den Platz einnehmen.

Einer der klassischen Fehler, die Eltern begehen, ist, dass Kinder nachts mit Milch oder Saftflaschen ins Bett bringen. Um drei Uhr morgens würden die meisten Eltern alles tun, um ein Kind wieder einzuschläfern, Fruchtsaft ist aber sehr schädlich für die Zähne. Auch die permanente Umspülung mit Milch oder Mineralwasser schädigt die Zähne in der Nacht. Auch Kleinkinder, die den ganzen Tag lang Saftflaschen mit sich herumtragen, halten den Verfallsprozess ihrer Zähne  in Gang . Der Wechsel zu Bechern anstelle von Flaschen und die Begrenzung des Saftes auf die Mahlzeiten helfen dies zu vermeiden. Auch das Naschen sollte minimiert werden, wobei süße Leckereien eher für den Pudding als zwischen den Mahlzeiten reserviert sind. Sogar Dinge wie Chips, werden im Mund mittels Enzymen zu Zucker umgesetzt. Um eine optimale Entwicklung Ihres Kindes sicherzustellen, besuchen unsere spezialisierte Kinderprophylaxe.


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Fluorid in der Zahnpaste

Auch die richtige Zahnpasta ist unerlässlich für die Zahngesundheit Ihres Kindes, besonders der richtige Fluoridgehalt ist wichtig.  Für unter dreijährige Kinder ist das 1000 ppm (parts per million) die richtige Konzentration, danach steigt es auf 1350-1500 ppm. Der Rat ist es zu spucken und nicht zu spülen. Indem man vor dem Schlafengehen Fluorid im Mund lässt, schützen Sie Ihre Zähne und helfen ihnen, sich die ganze Nacht zu reparieren. Kreidezähne können am Besten behandelt werden, wenn sie möglichst früh erkannt werden. Gehen Sie bitte deshalb mindestens zweimal im Jahr mit Ihrem Kind zum Zahnarzt.